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    04 Januar 2010

    Offener Brief an Herrn Al-Qaida.
    Ein Brief an Al-Qaida. Diese Subline sieht man nur, wenn man total Awesome ist.

    Lieber Herr Al-Qaida,

    In letzter Zeit beobachte ich interessiert, nein, stutzend ihre Bemühungen Flugzeuge zu sprengen.

    Sie greifen hierbei oft auf Bomben und weitere Formen von Sprengsätzen sowie Chemikalien zurück. Ich bin mir sicher, Sie verstehen ihr Handwerk und machen das “nicht zum ersten Mal”, aber mir stellt sich folgende Frage:

    Warum schoss eigentlich noch niemand von außen auf Flugzeuge? Es ist doch eigentlich nur logisch. Bomben in Flugzeuge zu schummeln bringt eine Menge Sicherheitsrisiken und im schlechtesten Fall Tumulte und Öffentlichkeit mit sich. Also warum nicht die Geschütze außerhalb des Ziels positionieren?  Ich sprach hierüber schon mit anderen Experten, die meinten Dinge wie “weil man dann (wenn man ein Flugzeug von innen sprengt) selbst stirbt und nicht drangedingst werden kann” außerdem sei da ja noch das “Märtyrertum”. Punkte, die ich verstehe und anscheinend hinnehmen muss.

    Also, um zum Punkt zu kommen: Vielleicht ist es an der Zeit alte Strukturen zu überdenken und flexibler auf veränderte Rahmenbedingungen einzugehen.
    Nur ein fixer Gedanke.

    Gruß,
    Jan Oelze

    Ich distanziere mich hiermit von diesem Beitrag!

    Hiermit möchte ich mich von Herrn Jan Oelze und seinen journalistischen Aktivitäten distanzieren.

    Des weiteren liebe ich pixelige Bilder.

    Okay wäre es ja noch halbwegs okay für mich persönlich, wenn ich solchen scheiß einfach “hätte” und ihn dann nur veröffentlichen würde. Aber ich setzte mich ja aktiv hin und fabriziere diesen Müll. Das ist schon was anderes :/

    1.Wie gedenkst du eine Flugzeugsprengung von außen technisch zu bewerkstelligen?

    Dazu steht dir je nach Budget eher eine Panzerabwehrwaffe zur Verfügung, mit Glück eine einfache Boden-Luft-Rakete.

    Diese musst du möglichst in die Ab- oder Einflugsschneise des betrefflichen Flugzeuges positionieren, was sich in zivilisierten Zielländern als logistische Herausforderung darstellt.

    2.Religiöser Terror lebt von Furcht und führt uns in Versuchung unsere freiheitliche Grundordnung eigenhändig zu Fall zu bringen. Strapaziöse Flughafenkontrollen und indiziertes misstrauisches Schielen auf bärtige Mitreisende passt besser in diese Strategie.

    Oder bestechen einfach. Dem Flughafenpersonal mal 10.000$ schieben und gut is. Geld haben die ja genug. Von ihren Scheichen und Vätern und Ölbaronen. Hat Ben Laden nicht 20.000.000$ geerbt oder so?

    Aber mal etwas durchdachter: Wenig genug, um sich bestechen zu lassen, verdient ja jeder. Man kriegt ja den Hals nicht voll. Ich kann mir nur zu gut denken, dass ein paar Nachtschichtler, deren Job daraus besteht, nachts die Flughangars zu reinigen und das Wellblech zu schrubben, bei 10.000$ auch mal vergessen, dass die Tür abschießen. Man will aber nicht die erstbeste Maschine von Paris nach Lyon abknallen, sondern ein Zeichen setzen. Frankfurt-Tokyo, oder so was. Man will die Menschen in Angst und Schrecken schmeißen und den ungeheuren Einfluss von Al-Qaida manifestieren.

    Rasiert sich der besagte bärtige Mitreisende aus dem Kommentar Herrn W.s, fällt er nicht weiter auf. Bomben und Pistolen werden sofort gefunden, und dank der Terroristen kann man sich nicht mal mehr die Cola mit in den Flieger nehmen (aber das ist ja wohl nicht weiter schlimm, wie ich finde)…

    Fortsetzung folgt. Schreibe jetzt selber nen Blogpost darüber.

    Ich möchte mich ausdrücklich _nicht_ distanzieren.
    Hat doch recht, der Jan.

    Immer diese Unprofessionalität im Terroristengewerbe… kein Wunder, dass die so unbeliebt sind.

    @HerrW.

    1. Wir leben im Jahr 2009. Technisch ist ein Beschuss eines Flugzeuges von außerhalb allemal zu bewerkstelligen. (Ich kenne mich im Einzelenen nicht mit solchen Technologien aus, hoffe jedoch, dass sie existiert.) Das hast du ja auch nicht abgestritten. Nun muss sich Al Qaida im klaren darüber sein, wieviel ihnen der Terror “wert ist”. Ich behaupte einfach mal, dass die Ressourcen für entsprechende Technologie vorhanden sind. Finanziell ist die Al Qaida bestens gesichert: Waffen, Drogen und Menschenhandel sind immer noch ein lukratives Geschäft.

    Es liegt an Al Qaida, ob sie weiterhin durch amateurhaftes Equipment gezeichnet auftreten oder ob sie im wahrsten Sinne des Wortes “schweres Geschütz” auffahren.

    2. Da hast du vollkommen Recht, allerdings vermute ich, dass der Terror von “überall” einen gewissen Reiz für Terroristen haben könnte. Es würde mit Sicherheit verdeutlichen, dass sich der Terror nicht durch Sicherheitsmaßnahmen aushebeln lässt. Ein sich frei in der Luft bewegendes Ziel ist trotz Sicherheitsmaßnahmen ein sehr verwundbares.

    Ich glaube immer noch, dass der Angriff vom Boden eine für Terroristen praktikable Alternative darstellt.

    ach, mist. :/

    Eva
     
    #11

    Du Kind.

    Dann lassen wir mal die Anti-Experten auf die Debatte los.

    1.) Solche Anschläge machen nur Sinn, wenn man sie im feindlichen Gebiet ausübt. Will sagen, ein Anschlag muss zwei Ziele erfüllen: a.) Verscheuchten der Touristen und b.) Panikmache. Es ist selbstverständlich, dass a.) in Ländern stattfinden kann, die nicht in Europa liegen, weil es Al-Qaida wohl vorerst scheißegal ist, ob ich zum Urlaub an den Ungläubigenstrand fliege und meine Zeit dort einer atheistischen (selbst, wenn man Moslem ist, ist man für die AQ-Crew Häretiker) Seelenbaumelei mit weiteren Ungläubigen ist. Für b.) aber muss man im Feindland aktiv werden. USA und Großbritannien, Spanien usw. Die Crew fährt beide Schienen und da für ihren Erfolg im Wesentlichen drei Anschläge ausgereicht haben, hat jetzt jeder Angst.

    2.) Aus 1.) ergibt sich, dass die Crew es sich ohne weiteres leisten könnte, Flugzeuge von außen anzugreifen. Das wäre ein Paradigmenwechsel und würde noch einmal frischen Wind in die Sache bringen, jetzt, wo jeder abstumpft und man sich langsam an die Bullshit-Lotterie gewöhnt (16.000.000:1, dass in meinen Flugzeug ein Terrorist sitzt, aber ich gewinne ja sowieso nicht). Aber, und jeztt mein Halbwissen, Waffenkäufe können “getrackt” werden. Das heißt, auf kurz oder lang, würden die (il)legalen Verkaufswege der Al-Qaida offen gelegt werden, weil die Geheimdienste mehr in diesem Bereich arbeiten würden. Würde diese Quelle versiegen, wäre die Al-Qaida auf dem europäischen und amerikanischen Festland am Arsch, weil ihnen womöglich ein wichtiger Kanal für Geldeinnahmen verloren ginge. Ich glaube kaum, dass so asymmetrisch organisierte Netzwerke den selben Scheich als Geldquelle anzapfen. Daher bietet sich ein Angriff von außen auch nicht wirklich an. Mal ganz davon abgesehen, dass es viel einfacher ist, sich in ein Flugzeug zu schmuggeln, als sich zu einem Profischütze an Raketen (die ja teuer sind, man denke nur an die ganzen Probeschüsse) ausbilden zu lassen. Immer, wenn was daneben geht, würde das die Inkompetenz der AQ-Crew nur weiter unter Beweis stellen. Somit ist es auch eine Art Selbstschutz, denke ich mal.

    cheers.

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